Nachdem ich mich beim Konzept für das CTC-Lomodul-S3 erst mal an den beiden Normen Next-18 und PluX16 orientiert hatte wurde es nun dringend Zeit zu prüfen, wie gut sich Analog-Loks auf CTC umrüsten lassen. Die Dampf- und Dieselloks sind über 50 Jahre alt, das Alter der E-Lok ist mir nicht bekannt:
Alle abgebildeten Loks konnten erfolgreich mit einem CTC-Lokmodul-S3 ausgestattet werden und fahren wieder. Für den IR-Empfänger habe ich bei allen Loks eine Plan wo er hinkommt, aber umgerüstet ist bisher nur die E-Lok.Die wichtigsten Fakten des Umbaus sind folgende:
Den Startschuss gab ein Treffen mit zwei Freunden, bei dem jeder ein paar alte Spur-N-Loks mitbrachte, die wir dann zerlegten mit dem Ziel herauszufinden, was für eine Umrüstung auf CTC zu tun wäre und wie der nötige Platz für das CTC-Lokmodul-S3 geschaffen werden könnte.Dabei stellte sich heraus, dass dies nur selten möglich sein wird ohne etwas abzwicken, abzusägen und gar zu fräsen.Außerdem muss in allen Loks die direkte Verbindung zwischen Gleis und Motor aufgetrennt werden. Interessanterweise sind nur selten Kabel zu finden. Statt dessen viele Klemmverbindungen und Blechstreifen. Wir haben tiefen Respekt vor den Leistungen der Ingenieure der alten Loks. Die darauf folgenden Tage nutzte ich dazu, meine fünf zerlegten Loks immer wieder in die Hand zu nehmen, unter der Lupe zu begutachten und mir für jede Lok nach und nach einen Plan zum Umbau zu machen. Hier sieht man die Loks teilweise umgebaut:
Erst als ich für alle Loks einen groben Plan hatte wagte ich mich an der ersten Umbau. Dabei habe ich mich mit der einfachsten (der E-Lok) angefangen: Die brauchte einen Halter für das Lokmodul, der sich per 3D-Druck leicht erstellen ließ.Erst bei der zweiten Lok (BR220, Bildmitte) führte kein Weg mehr daran vorbei, Teile abzuzwicken. Beim ersten mal tut das irgendwie weh, aber die Hemmungen Zange, Feile, Säge und Drehmel einzusetzen, nimmt mit jeder weiteren umgebauten Lok ab. Das folgende Bild zeigt als Beispiel den Schienenbus. Hinter dem Chassis liegen die Teile, die in der Mitte herausgesägt wurden, sodass das Lokmodul über dem Motor Platz finden konnte. Die einzelnen kleinen Blechstreifen habe ich entfernt um Motor und Lampen von der Stromaufnahme zu trennen:
Bei der kleine Dampflok habe ich den Kohlekasten geopfert und auch ein Teil des Gewichts musste weichen. Auf die WLAN-Antenne des Lokmoduls, die hinten rausschaut, könnte man nun natürlich noch schwarz streichen und ein bisschen Kohle-Imitat auf kleben:
Ich hoffe ich konnte hiermit ein bisschen motivieren, alte Analog-Schätze mithilfe von CTC wiederzubeleben und freue mich auf Kommentare und einen regen Austausch.